Projekt Fofeldea lebt

Der Verein Fofeldea lebt bezweckt die Führung eines Ausbildungs- und Begegnungszentrums für die Durchführung von Kinderfreizeiten für benachteiligte rumänische Kinder, die Veranstaltung von Seminaren für Rumänen und die Führung eines einfachen Gästehauses für internationale Gäste. Das Engagement erfolgt auf christlicher Grundlage. Sämtliche Vereinsmitglieder (inkl. Vorstand) sind ehrenamtlich tätig. Die Durchführung des Projekts geschieht in enger Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung.



Nachhaltige Veränderung
Dem Verein „Fofeldea lebt“ ist es ein Anliegen, die äusseren Lebensumstände der benachteiligten Rumänen zu verbessern. Doch ist eine nachhaltige Veränderung nur möglich, wenn auch die Herzen der Menschen erreicht werden. Darum basieren alle von uns durchgeführten Seminare auf dem Evangelium. Wir möchten den Rumänen Jesus lieb machen und in Zusammenarbeit mit örtlichen evangelischen Kirchen und Freikirchen biblische Werte und Lehre fördern.

Ehe- und Familienseminare
In der ländlichen rumänischen Familie isst jeder zu einer anderen Zeit. Es gibt kaum gemeinsame Mahlzeiten am Familientisch. Damit verbunden herrscht ein Mangel an Kommunikation. Im Weiteren wissen die Eltern oft über die grundlegendsten Dinge wie Hygiene oder Erziehung kaum Bescheid. Da diese Familien oft nur über einen einzigen Raum verfügen, schläft die ganze Familie in einem Zimmer und sehr häufig gar in einem Bett.

Wir wollen auf der Bibel basierende Seminare und Freizeiten für Eltern anbieten zu Lebensthemen wie z.B. Kommunikation in der Ehe, Erziehung, Umgang mit Geld oder Hygiene.

Seminare für Kleingewerbeförderung
Oft ist bei Kleingewerbeförderungsprojekten nicht nur das fehlende Geld das Problem, sondern das unethische Geschäftsgebaren der Leute. Betrug, Diebstahl oder Korruption sind weit verbreitet. Man hat den kurzfristigen Profit im Sinn und keinen Blick für eine langfristige Kundenbindung, die nur durch Vertrauen zustande kommt. Zudem sind die Ausbildungen, z.B. als Schreiner, Maurer oder Elektriker sehr theoretisch, die praktischen Kenntnisse lassen zu wünschen übrig.

Wir wollen den Menschen neue Perspektiven eröffnen und Hilfestellungen für eine Integration in die Arbeitswelt bieten. Wir möchten durch Seminare Hilfe zur Selbsthilfe anbieten und Wege aufzeigen, wie sie eine Verbesserung ihrer eigenen Lebensumstände erreichen können.

Kinder fördern
Die Dorfschulen machen bereits von aussen einen heruntergekommenen Eindruck. Innen sieht es nicht besser aus. Die Bildungsmöglichkeiten für die Dorfkinder sind mangelhaft. Weiterführende Schulen gibt es nur in den Städten, doch dafür fehlt das Geld. Oft machen die Kinder einen verwilderten Eindruck. Häufig sind sie sich selbst überlassen. Andere pädagogische Erziehungsmassnahmen ausser Schlägen kennt man nicht, auch nicht in der Schule. Im Unterricht wird viel auswendig gelernt, das eigenständige Denken wird wenig gefördert. Gerade bei den Kindern liegt ein grosses Potential brach, das zu wenig beachtet wird. Erwiesenermassen ist es einfacher, Kindern von klein auf Werte zu vermitteln, als ältere Menschen dazu zu bewegen, schlechte Gewohnheiten wie z.B. das Vertrinken des Haushaltsgelds abzulegen.

Wir wollen mit christlichen Freizeiten für benachteiligte Kinder aus ganz Rumänien Zeichen der Hoffnung setzen. Durch das Angebot einer Aufgabenhilfe für Kinder von Fofeldea und umliegenden Dörfern sollen Kinder zudem gezielt gefördert werden.

Angebot von Infrastruktur
Unsere Liegenschaften sollen für eigene Seminare, Schulungen und Freizeiten genutzt werden, aber auch Privatleuten oder Organisationen wie z.B. Kirchen und Freikirchen, anderen Hilfswerken oder christlichen Geschäftsleuten gegen Bezahlung zur Verfügung stehen. Unsere Erfahrungen bei der Durchführung mehrerer Kinderfreizeiten zeigen, dass in Rumänien derzeit kaum Lagerhäuser mit einer geeigneten Infrastruktur vorhanden sind und falls es sie gibt, befinden sie sich oft in einem erbärmlichen Zustand. Hier wollen wir mit unserem Angebot ein Bedürfnis decken, indem wir ein einfaches, aber zweckmässiges und sauberes Haus zu erschwinglichen Preisen führen.

Gemeinsam vorwärts
Wir arbeiten eng mit der einheimischen Bevölkerung zusammen. Im Jahr 2004 entstand der Kontakt zu Sorin Boica, einem Rumänen aus Sibiu. In ihm haben wir einen zuverlässigen Vertrauensmann gefunden, der unsere Vision teilt, den Menschen echte Lebensqualität zu bringen. Die Kirchen vor Ort beziehen wir bewusst in unser Projekt mit ein. Wir möchten eine gesunde biblische Lehre fördern und den Kirchenmitgliedern unsere Einstellung vermitteln, dass alle Menschen gleichwertig und von Gott geliebt sind. Die meisten Rumänen, egal welcher Konfession, halten z.B. die zahlreichen Zigeuner für den Abschaum der Menschheit und behandeln sie entsprechend. Wir wollen gezielt in Einheimische investieren, die als Multiplikatoren funktionieren können.

Da sich der Verein „Fofeldea lebt“ durch Spenden und private zinslose Darlehen finanziert, sind die Verantwortlichen äusserst dankbar, dass ehrenamtliche Helfer aus der Schweiz auf dem Bau mit anpacken. Dem Verein ist es aber ein Anliegen, auch Arbeitsplätze für Einheimische zu schaffen. Als Handlanger werden deshalb Männer aus Fofeldea engagiert. Diese sind über die Möglichkeit eines Zusatzverdienstes jederzeit sehr froh. Ausserdem sind sie dankbar für die Gelegenheit, von schweizerischen und rumänischen Fachkräften zu lernen. Dadurch erleben wir als Verein eine grosse Akzeptanz in Fofeldea.

Seit Rumänien Anfang 2007 zur EU gehört, wird alles teurer. Wir wollen deshalb möglichst rasch den weiteren Ausbau unseres Lager- und Seminarhauses abschliessen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, sind wir auf Unterstützung angewiesen.

Als Vereinsmitglieder machen uns das enorme brachliegende Potential vieler Rumänen sowie die finanziellen und seelischen Nöte in den Familien betroffen. Hier möchten wir mit Gottes Hilfe einschreiten und helfen.